Trau­er um Gui­do A. Zäch

Im Alter von 90 Jahren ist am 16. Februar Dr. Guido A. Zäch verstorben. Der Schweizer Arzt setzte sich Zeit seines Lebens für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Querschnittgelähmten ein. Im Zuge seines Wirkens entwickelte er u. a. das Konzept der ganzheitlichen Rehabilitation.

Gebo­ren am 1. Okto­ber 1935 im Kan­ton St. Gal­len, stu­dier­te Zäch zunächst in Frei­burg (Schweiz) und schloss anschlie­ßend sein Staats­examen in Basel ab. Als Chef­arzt lei­te­te er dort von 1973 bis 1989 das Para­ple­gi­k­er­zen­trum. Auf Zächs Enga­ge­ment hin wur­de 1975 die Schwei­zer Para­ple­gi­ker Stif­tung gegrün­det, fünf Jah­re spä­ter eine ent­spre­chen­de Vereinigung.

Dr. Joseph Hof­stet­ter, heu­ti­ger Direk­tor der Stif­tung, erin­nert an die Lebens­leis­tung sei­nes Vor­gän­gers: „Als Mensch, Visio­när und Pio­nier hat er durch sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz das Leben von Men­schen mit Quer­schnitt­läh­mung und deren Lebens­qua­li­tät nach­hal­tig ver­bes­sert. Sei­ne Visi­on: Roll­stuhl­fah­re­rin­nen und Roll­stuhl­fah­rer wer­den wie­der selbst­stän­di­ge und selbst­be­stimm­te Persönlichkeiten.“

Auch Kevin Schul­tes, u. a. Vor­stands­mit­glied in der För­der­ge­mein­schaft der Quer­schnitt­ge­lähm­ten (FGQ), zeig­te sich bestürzt von der Nach­richt: „Mit ihm ist ein beson­de­rer, ein krea­ti­ver, rast­lo­ser und ehr­gei­zi­ger Mensch von uns gegan­gen. (…) Sein jahr­zehn­te­lan­ger per­sön­li­cher Ein­satz und sei­ne Errun­gen­schaf­ten für Men­schen mit Quer­schnitt­läh­mung wer­den uns dau­er­haft in dank­ba­rer Erin­ne­rung bleiben.“

Die Trau­er­fei­er für Gui­do A. Zäch fin­det am 28. Febru­ar um 10 Uhr in der Aula des Schwei­zer Para­ple­gi­ker-Zen­trums (SPZ) in Nott­wil statt.

Michael Blatt
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