Jeder Schritt, den ein Patient nach einer Krankheit, Operation oder einem Unfall wieder sicher gehen kann, ist ein Sieg – und ein Maßstab für Lebensqualität. Rehabilitation ist weit mehr als ein medizinisches Nachsorgeprogramm: Sie entscheidet darüber, ob Menschen ihr Leben aktiv und selbstbestimmt gestalten können. Genau hier setzt die OTWorld 2026 an: Vom 19. bis 22. Mai zeigen der Weltkongress und die internationale Fachmesse, wie moderne orthopädisch-unfallchirurgische Rehabilitation auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, innovativer Technik und interdisziplinärer Zusammenarbeit aufbaut.
„Die Rehabilitation ist eine der Grundsäulen, die neben einer leitliniengerechten Diagnostik und Behandlung über das Behandlungsergebnis für den Patienten entscheidet“, betont Kongresspräsidentin Dr. Doris Maier, Ärztliche Direktorin der BG Unfallklinik Murnau. „Sie braucht interdisziplinäre Teams, zeitgerechte und patientenzentrierte Behandlungspfade – und eine passgenaue orthopädietechnische Versorgung. Gerade in Zeiten wirtschaftlichen Drucks ist es wichtig, Rehabilitation als festen Bestandteil einer integrativen Versorgung zu stärken.“
Hightech in der Praxis
Der Weltkongress der OTWorld greift die vielfältigen Facetten moderner Rehabilitation in Symposien, Workshops und Vorträgen auf. Diskutiert werden unter anderem phasenübergreifende Rehabilitationskonzepte, der Übergang von Akutversorgung in die Reha sowie neue Wege der Schmerzreduktion. Ein eigenes Symposium widmet sich der Frage, wie Rehabilitation auch in Krisen- und Konfliktsituationen verlässlich organisiert werden kann – von der Fast-Track-Rehabilitation bis zur sektorübergreifenden Versorgung. Technologische Entwicklungen spielen dabei eine immer größere Rolle. Orthesen, Exoskelette, intelligente Steuerungssysteme oder digitale Trainings- und Therapietools eröffnen neue Möglichkeiten, Mobilität, Selbstbestimmung und Teilhabe zu fördern. Experten zeigen, wie diese Technologien evidenzbasiert eingesetzt werden und welche Erfahrungen es aus der klinischen und ambulanten Praxis gibt.
Auch die Rolle der Digitalisierung wird kritisch beleuchtet. „Digitale Systeme können Fachkräfte entlasten und Patienten flexiblere Behandlungswege eröffnen“, so Maier. „Entscheidend ist jedoch, dass digitale Angebote individuell angepasst und fachlich begleitet werden. Technik kann unterstützen – das Herzstück der Rehabilitation bleibt die persönliche individuell angepasste Betreuung.“ Symposien zu künstlicher Intelligenz, Robotik, Tele-Rehabilitation sowie Augmented und Virtual Reality zeigen, wo digitale Anwendungen bereits heute sinnvoll eingesetzt werden und wo ihre Grenzen liegen.
„Therapie meets OTWorld“
Auch auf der Fachmesse spielt das Thema Rehabilitation eine zentrale Rolle. Mit dem neuen Format „Therapie meets OTWorld“ entsteht in Kooperation mit der Fachmesse für Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention eine passgenaue Plattform für Physio- und Ergotherapeuten. Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Themen wie neurologische Versorgung – von der Schlaganfallrehabilitation bis zur Neuroorthetik –, Hightech in der Therapie mit Robotik, KI und digitalen Hilfsmitteln sowie Sportlerversorgung. Ein Fortbildungsprogramm ergänzt das Angebot, unter anderem mit Rundgängen und Workshops zu Lymphtherapie, ICF in der Neuro-Rehabilitation, Behandlung von Rückenschmerzen oder Gangschulung bei Prothesenträgern. Die Bedeutung von Sport und Bewegung können Besucher auf der Sonderschau „Bewegung ermöglichen – Para-Sport in der Versorgung“ in Halle 1 kennenlernen und selbst ausprobieren.
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