Verbände & Politik

Minis­ter­wech­sel: Lin­ne­mann über­nimmt für Warken

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag war viel über eine mögliche Nachfolge spekuliert worden.

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz ent­schied sich mit CSU-Chef Mar­kus Söder für eine grö­ße­re Per­so­nal­ro­char­de, die am Ende auch die Zustän­dig­kei­ten im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ver­än­dern. Minis­te­rin Nina War­ken wech­selt in das Bun­des­kanz­ler­amt und wird dort als ers­te Frau in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik das Amt der Kanz­ler­amts­che­fin inne­ha­ben. Sie folgt auf Thors­ten Frei, der neu­er Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der wird. Die frei­ge­wor­de­ne Stel­le als Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter wird Cars­ten Lin­ne­mann — bis­her CDU-Gene­ral­se­kre­tär — einnehmen.

Merz sag­te im Rah­men der Pres­se­kon­fe­renz anläss­lich des Per­so­nal­um­baus, dass War­ken in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nicht nur gezeigt habe, dass sie ein Minis­te­ri­um füh­ren kön­ne, son­dern dass sie auch Refor­men gegen Wider­stän­de durch­set­zen kön­ne und als „har­te Ver­hand­le­rin“ auf­ge­tre­ten sei. „Sie wird in der täg­li­chen Regie­rungs­ar­beit die wich­tigs­te Stüt­ze für mich sein“, erklär­te Merz über sei­ne neue Kanzleramtschefin.

Über das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um sag­te Merz, dass es zu einem zen­tra­len Res­sort der Reform­be­mü­hun­gen sei­ner Regie­rung gewor­den sei und dass der Gesund­heits­sek­tor „viel zu oft“ als Kos­ten­fak­tor gese­hen wer­de und nicht als Teil des gesell­schaft­li­chen Lebens. Er beton­te aber nicht nur die gesell­schaft­li­che, son­dern auch die wirt­schaft­li­che Auf­ga­be des Amtes. Es sei der am stärks­ten wach­sen­de volks­wirt­schaft­li­che Bereich in Deutschland.

Lin­ne­mann bedank­te sich bei sei­ner Vor­gän­ge­rin und kün­dig­te an, den ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter­ge­hen zu wol­len. „Ich freue mich auf die Auf­ga­be“, so der neue star­ke Mann im Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um. Lin­ne­mann ist seit 2009 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Dort ver­tritt er den Wahl­kreis Pader­born. In der CDU war er von 2022 bis 2024 stell­ver­tre­ten­der Par­tei­vor­sit­zen­der und seit Juli 2023 CDU-Generalsekretär.

 

Tei­len Sie die­sen Inhalt