OTWorld eröff­net mit star­ken Stimmen

Die OTWorld ist der Ort, an dem Produktinnovationen, neue Versorgungskonzepte und Fertigungstechniken sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Best Practices in Medizin, Technik und Therapie präsentiert und diskutiert werden. Ebenso ist sie der Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Betroffene sichtbar werden und Gehör finden.

Mit Tan Çağlar, Lara Wil­kin und Hari Bud­ha Magar ste­hen bei der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung am Diens­tag, 19. Mai, drei Men­schen auf der Büh­ne, die deut­lich machen, wel­che Rele­vanz die Hilfs­mit­tel­bran­che für jeden Ein­zel­nen hat.

Anzei­ge

 

„Die Erfah­run­gen der Men­schen, die mit Hilfs­mit­teln leben, sind für ihre Wei­ter­ent­wick­lung unver­zicht­bar. Sie zei­gen, wor­auf es im All­tag ankommt und wel­che Lösun­gen wirk­lich tra­gen“, sagt Alf Reu­ter, Prä­si­dent des Bun­des­in­nungs­ver­ban­des für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT) – fach­li­cher Trä­ger der OTWorld. „Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung ist ein zen­tra­ler Bestand­teil moder­ner Gesund­heits­sys­te­me – und zugleich ein Bereich, der oft zu wenig öffent­li­che Auf­merk­sam­keit erhält.“

Die Mode­ra­ti­on der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung über­nimmt Tan Çağlar. Der Ex-Bas­ket­ball­pro­fi wur­de mit Spi­na bifi­da gebo­ren und sitzt seit sei­nem 25. Lebens­jahr im Roll­stuhl. Çağlar ist Come­di­an, Pod­cas­ter, Mode­ra­tor und Schau­spie­ler, u. a. bekannt durch sei­ne Rol­le als Dr. Ilay Demir in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“.

Eben­falls auf der Büh­ne steht Lara Wil­kin. 2019 wur­de ihr infol­ge eines Unfalls der lin­ke Unter­arm ampu­tiert. Ihre per­sön­li­chen Erfah­run­gen wäh­rend des Reha­bi­li­ta­ti­ons- und Ver­sor­gungs­pro­zes­ses gaben für sie den Anstoß, sich aktiv in For­schung und Pra­xis ein­zu­brin­gen sowie Betrof­fe­ne unter­ein­an­der zu ver­net­zen. 2021 grün­de­te sie die „Arm Pro­sthe­sis Com­mu­ni­ty“, die sich zu einem inter­na­tio­na­len Netz­werk ent­wi­ckelt hat. Zur Eröff­nung prä­sen­tiert die Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Medi­en­de­si­gne­rin eine mit­hil­fe ihrer Pro­the­sen­hand erstell­te Zeich­nung, die ihre Per­spek­ti­ve auf 50 Jah­re OTWorld sicht­bar machen soll. Zudem wirkt sie inner­halb meh­re­rer Ver­an­stal­tun­gen im Welt­kon­gress mit.

Kom­plet­tiert wird die Run­de durch Hari Bud­ha Magar. Als ers­ter beid­sei­tig ober­schen­kel­am­pu­tier­ter Mensch bestieg er die höchs­ten Gip­fel aller sie­ben Kon­ti­nen­te – dar­un­ter den Mount Ever­est, den höchs­ten Berg der Erde. Im Janu­ar 2026 voll­ende­te er die­se Serie mit der Bestei­gung des Mount Vin­son in der Ant­ark­tis. Für sei­ne außer­ge­wöhn­li­chen Leis­tun­gen wur­de Magar mit dem „Most Excel­lent Order of the Bri­tish Empire“ ausgezeichnet.

Die Lebens­ge­schich­ten von Çağlar, Wil­kin und Magar machen deut­lich, wie eng tech­ni­sche Inno­va­ti­on, hand­werk­li­che Exper­ti­se und per­sön­li­che Erfah­run­gen zusam­men­wir­ken. Davon kön­nen sich die Besu­cher der OTWorld abseits der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung sowohl auf der Fach­mes­se als auch im Welt­kon­gress über­zeu­gen. „Auf der OTWorld wird die Zukunft der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung gestal­tet – hier tref­fen Inno­va­tio­nen auf prak­ti­sche Erfah­rung und wer­den zu kon­kre­ten Lösun­gen wei­ter­ent­wi­ckelt“, sagt Mar­tin Buhl-Wag­ner, Geschäfts­füh­rer der Leip­zi­ger Mes­se. „Leip­zig ist damit zu einem inter­na­tio­na­len Zen­trum einer Bran­che gewor­den, die für Mil­lio­nen Men­schen welt­weit von gro­ßer Bedeu­tung ist.“

Info
Das OTWorld-Mes­se-Ticket ermög­licht für 44 Euro den Zugang zur inter­na­tio­na­len Fach­mes­se, zu den 130 Work­shops sowie zum eSum­mit. Grup­pen­ti­ckets sind ab 29 Euro pro Per­son erhält­lich. Das OTWorld-Kom­plett-Ticket gewährt zusätz­lich Zutritt zum Welt­kon­gress. Für die Teil­neh­mer der Jugend-Aka­de­mie TO gibt es ein geson­der­tes 2‑Ta­ges-Ticket, mit dem die Fach­mes­se sowie aus­ge­wähl­te Vor­trä­ge und Work­shops des Welt­kon­gres­ses besucht wer­den können. 

 

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