9. Fach­ta­gung der DGIHV bringt Pro­fes­sio­nen zusammen

Am 20. März 2026 bringt die Deutsche Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung e. V. (DGIHV) Fachleute aus dem gesamten DACH-Raum in Salzburg zusammen.

 

Unter dem Leit­the­ma „Ver­sor­gung ver­bin­det?!“ wid­met sich die 9. Fach­ta­gung der Fra­ge, wie Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung heu­te orga­ni­siert ist – und wie sie ange­sichts wach­sen­der Anfor­de­run­gen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann. Der Fokus liegt auf inter­na­tio­na­len Erfah­run­gen eben­so wie auf dem Aus­tausch zwi­schen unter­schied­li­chen Professionen.

Natio­na­le Sys­te­me, gemein­sa­me Fragen

Die Tagung ver­sam­melt Refe­ren­ten aus Medi­zin, Ortho­pä­die-Tech­nik, Recht und Gesund­heits­ver­wal­tung. Für Deutsch­land stel­len Univ.-Prof. Dr. med. habil. Wolf­ram Mit­tel­mei­er, Kli­nik­di­rek­tor in Ros­tock, und Ortho­pä­die­tech­ni­ker-Meis­ter Alf Reu­ter, Prä­si­dent des Bun­des­in­nungs­ver­ban­des für Ortho­pä­die-Tech­nik, die aktu­el­le Ver­sor­gungs­la­ge zur Diskussion.

Priv.-Doz. Dr. med. univ. Franz Land­au­er von der Uni­ver­si­täts­kli­nik für Ortho­pä­die und Trau­ma­to­lo­gie in Salz­burg ver­gleicht in sei­nem Vor­trag die Ver­sor­gungs­sys­te­me in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz und ord­net struk­tu­rel­le Unter­schie­de ein.

Einen juris­ti­schen Blick auf das öster­rei­chi­sche Sys­tem wirft Prof. Dr. iur. Wolf­gang Mazal, eme­ri­tier­ter Arbeits- und Sozi­al­recht­ler der Uni­ver­si­tät Wien. Ergänzt wird die inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve durch Ser­gio Ste­fa­nel­li, der als Lei­ter der Ortho­pä­die-Tech­nik der Bal­grist Tec AG Ein­bli­cke in Struk­tu­ren und Her­aus­for­de­run­gen von Ver­sor­gun­gen in der Schweiz gibt.

Kom­pe­ten­zen und Bil­dung im Wandel

Neben der Ver­sor­gungs­rea­li­tät rücken auch Qua­li­fi­ka­ti­ons­an­for­de­run­gen und Bil­dungs­struk­tu­ren in den Blick. Vanes­sa Eick, Lei­te­rin der Bun­des­fach­schu­le für Ortho­pä­die-Tech­nik in Dort­mund, the­ma­ti­siert die Rol­le gemein­nüt­zi­ger Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit. Olaf Gaw­ron, Ortho­pä­die­tech­ni­ker-Meis­ter und Geschäfts­füh­rer der Epro­Tec GmbH, befasst sich mit den Kom­pe­ten­zen, die für eine qua­li­täts­ge­si­cher­te Ver­sor­gung künf­tig ent­schei­dend sind.

Ver­sor­gung unter Krisenbedingungen

Ein eige­ner Schwer­punkt der Fach­ta­gung gilt der Fra­ge, wie Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung und Reha­bi­li­ta­ti­on auch in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen auf­recht­erhal­ten wer­den kön­nen. Bri­ga­dier Dr. Andre­as Kal­ten­ba­cher vom öster­rei­chi­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung erläu­tert stra­te­gi­sche Pla­nun­gen für den Ver­tei­di­gungs- und Kri­sen­fall. Ergän­zend dis­ku­tie­ren Prof. Dr. Chris­toph Schul­ze von der Para­cel­sus Medi­zi­ni­schen Pri­vat­uni­ver­si­tät Salz­burg und Prof. Dr. med. Dipl. oec. Bern­hard Grei­temann, lang­jäh­ri­ger Ärzt­li­cher Direk­tor der Kli­nik Müns­ter­land, Anfor­de­run­gen an eine resi­li­en­te Rehabilitationsstruktur.

Aus­tausch als stra­te­gi­sches Element

Mit ihrem län­der­über­grei­fen­den Ansatz setzt die DGIHV-Fach­ta­gung bewusst auf Dia­log und Ver­gleich. Sie macht deut­lich, dass zukunfts­fä­hi­ge Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung weni­ger von natio­na­len Allein­gän­gen als von geteil­tem Wis­sen, kla­ren Zustän­dig­kei­ten und belast­ba­ren Netz­wer­ken abhängt.

Die Teil­nah­me an der Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Die Tagung ist von der Ärz­te­kam­mer Öster­reich mit sie­ben Fort­bil­dungs­punk­ten zer­ti­fi­ziert; eine Aner­ken­nung für Deutsch­land ist beantragt.

Pro­gramm & Anmeldung
Das voll­stän­di­ge Pro­gramm ist im Inter­net zu finden.

Anmel­dun­gen bit­te per E‑Mail an: info@dgihv.org 

 

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