9. BMAB-Jugendcamp
Eine Woche Spaß und Action pur, für bis zu 70 Kinder und Jugendliche mit Amputation und Gliedmaßenfehlbildungen. Ein umfangreiches Programm erwartet die Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren auch diesmal.
Stützpunkt ist das Jugend‑, Gäste- und Seminarhaus in Gailhof, in der Wedemark bei Hannover. Die Zimmer sind zum Teil barrierefrei, Rollstuhlkinder können problemlos teilnehmen.
„Wegen der auf 70 begrenzten Teilnehmerzahl sollten sich Interessierte baldmöglichst anmelden“, rät BMAB-Vizepräsident Detlef Sonnenberg, der auch das Jugendcamp federführend plant und organisiert. Die Anmeldeunterlagen finden sie auf der Website www.ampucamp.de.
„Wir bitten die Orthopädietechniker, ihre jungen Kunden bzw. deren Eltern aktiv über das BMAB zu informieren“
Die Kinder und Jugendlichen werden auch beim Jugendcamp 2026 wieder Spaß und Freude in der Gemeinschaft erleben, was die gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Zusammenarbeit fördern und ihre erstaunlichen Möglichkeiten trotz Behinderung kennenlernen. Abenteuer wie das Klettern im Hochseilgarten, Paddeln im Kanu, Schwimmen, Tauchen, testen von Sportprothesen und vieles mehr sieht das Programm für die jungen Campteilnehmer vor. Zu welchen Hochleistungen motivierte Menschen mit Handicap fähig sind, werden sie beim Sporttag mit dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen entdecken. Körperliche und sportliche Aktivitäten fördern nachweislich die Beweglichkeit, das Selbstwertgefühl und die Eigenwahrnehmung der jungen Menschen mit Handicap. Sie erleben, dass sie mehr bewegen können als sie zuvor gedacht haben.
Für die Eltern bietet der BMAB am Vortag der Abreise wieder das Abschlussgrillen, um sich untereinander auszutauschen. Denn vielen fehlt erfahrungsgemäß im Alltag die Gelegenheit, sich mit anderen Eltern gehandicapter Kinder „auf Augenhöhe“ auszutauschen.
Der 2009 in München gegründete Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB e. V.) vertritt bundesweit die Interessen von allen, die durch Krankheiten oder Unfälle diese Gliedmaßen verloren haben und auf Prothesen angewiesen sind. Als eingetragener gemeinnütziger Verein unterstützt er seine rund 500 Mitglieder und alle Hilfesuchenden im Bundesgebiet bei allen Fragen, die gelöst werden müssen, damit sie ein normales Alltags‑, Berufs- und Familienleben führen können. Das reicht von der Erstbetreuung von Arm- oder Beinamputierten bis zur Beratung zur Anschaffung geeigneter Prothesen und anderer nötiger Hilfsmittel. Auch zum Umgang mit Integrationsämtern, Kranken- und Pflegekassen gibt der BMAB e. V. seinen Mitgliedern nützliche Tipps. Über die bundesweit mehr als 60 Selbsthilfegruppen und seine Verbandszeitschrift AmpuTee informiert der Verein seine Mitglieder und alle Interessierten.
