Alt­be­währ­tes bringt Inno­va­tio­nen auf den Weg

Zur ihrer 61. Jahrestagung lud die Deutsche Gesellschaft für Phlebologen (DGP) vom 18. bis 21. September in das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ein.

Unter dem Mot­to: „Tra­di­ti­on & Inno­va­ti­on“ wur­de den Besu­chern ein breit gefä­cher­tes Pro­gramm gebo­ten. Die the­ma­ti­sche und kon­zep­tio­nel­le Band­brei­te reich­te da­bei von klas­si­schen Vor­trä­gen über Crash­kur­se, Phle­bo- Start-Ups und Work­shops bis hin zu diver­sen interdis­ziplinären Aus­tausch­fo­ren. Das Ziel der Tagung: Auch zukünf­tig im Fach­ge­biet der Phle­bo­lo­gie, die ein hohes Maß an Inter­pro­fes­sio­na­li­tät erfor­dert, die bes­ten Stan­dards und größ­ten Inno­va­tio­nen in Dia­gno­se und The­rapie sowie in der Vor- und Nach­sor­ge sicherzustellen.

„Die Wahl des Mot­tos ‚Tra­di­ti­on & Inno­va­ti­on‘ ist für unser­Fach sehr reprä­sen­ta­tiv. Die Phle­bo­lo­gie hat eine lan­ge Ent­wicklungsgeschichte und vie­le ‚Gutes‘ hat sich in die­ser Zeit eta­bliert. Gleich­zei­tig haben wir gemerkt, dass sowohl in der Behand­lung als auch in den Behand­lungs­pfa­den Wei­ter­ent­wick­lun­gen statt­ge­fun­den haben. Zudem sind ärzt­li­che Ver­fah­ren neu dazu­ge­kom­men. Ins­be­son­der­e­die dazu­ge­hö­ri­ge Kom­pres­si­ons­the­ra­pie hat sich extrem wei­ter­ent­wi­ckelt. Die­se Inno­va­tio­nen haben wir auf dem Kon­gress wis­sen­schaft­lich beleuch­tet und in der Industrie­ausstellung dar­ge­stellt“, erläu­tert Tagungs­prä­si­dent Prof. Dr. med. Tobi­as Gör­ges das Mot­to. Ent­spre­chend umfang­reich war an den vier Tagen dann auch das Ange­bot für die Besu­cher. Klas­si­sche The­men wie Kom­pres­si­ons­the­ra­pie, Skle­ro­sie­rungs­be­hand­lun­gen und endo­ve­nö­se oder ope­rative Ver­fah­ren wur­den eben­so behan­delt wie Fra­gen zu Throm­bo­se, Lymphö­dem u.v.m. Beson­ders span­nend wa­ren, neben den zahl­rei­chen Fall­bei­spie­len aus der Pra­xis, die Sit­zun­gen, die inter­pro­fes­sio­nel­le The­men im Fokus hat­ten. Wenn bei­spiels­wei­se die DGP auf die Deut­sche Ge­sellschaft der Lym­pho­lo­gie (DGL) triff und in der Koope­rationssitzung Fra­gen gestellt wer­den wie: „Ist Nachtkom­pression in der Lym­pho­lo­gie sinn­voll?“ oder „Rät­sel­haf­tes Lipö­dem – Auf was kön­nen wir uns eini­gen?“, zeigt dies deut­lich, dass die Tagungs­teil­neh­mer the­ma­tisch über den Tel­ler­rand hin­aus schauten.

Erfolg­rei­che phle­bo­lo­gi­sche Ver­sor­gung arbei­tet interprofessionell

„Die Zusam­men­ar­beit und Inter­pro­fes­sio­na­li­tät ist in der Phle­bo­lo­gie immer sicht­bar. Kein phle­bo­lo­gi­scher Arzt kann ohne eine medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te arbei­ten. Der Pati­ent wird nach der ärzt­li­chen Begrü­ßung ja immer sofort vom Pfle­ge­per­so­nal ver­sorgt. Das ver­nünf­ti­ge An­legen eines Kom­pres­si­ons­ver­ban­des erfor­dert das pflege­rische Spe­zi­al­wis­sen. Des­halb haben wir auch bei der Ta­gung extra einen Pfle­ge­tag ein­ge­rich­tet“, betont Gör­ges. Doch die DGP will im kom­men­den Jahr bei der 62. Jah­restagung in Leip­zig noch einen Schritt wei­ter­ge­hen und sie für den Sani­täts­fach­han­del attrak­ti­ver gestal­ten. „Um den Aus­tausch zwi­schen Ärz­ten und Sanitätshausfachan­gestellten wei­ter zu opti­mie­ren, pla­nen wir per­spek­ti­visch zusam­men mit unse­rer Arbeits­ge­mein­schaft ‚Hilfsmittel­versorgung‘ eine gemein­sa­me Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung, ähn­lich dem Pfle­ge­tag“, so der Prä­si­dent der DGP, Prof. Dr. Mar­kus Stü­cker. Die 62. Jah­res­ta­gung des DPG fin­det vom 2. bis 5. Sep­tem­ber 2020 im Con­gress Cen­ter in Leip­zig statt. Das Mot­to: „Phle­bo­lo­gie natio­nal & international“.

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